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Schlagzeile
September 2002
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| Châtellerault
(Frankreich) 2002: |
| Gordon-Bennett-Race
und Heißluftballon-Weltmeisterschaft |
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| Die
französische Kleinstadt Châtellerault (nördlich
von Poitiers gelegen) wurde in den vergangenen Tagen zum Mittelpunkt
der Ballönerwelt: Nicht nur, dass sich die besten Heißluftballonpiloten
auf der Heißluftballon-Weltmeisterschaft ein Stelldichein
gaben; auch das Gordon-Bennett-Rennen, das traditionsreichste
und härteste Gasballonrennen der Welt, startete im Herzen
Frankreichs: In besagtem Städtchen Châtellerault... |
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HLB-WM
2002
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Vom
24. bis zum 30. August 2002 trafen sich in Châtellerault
(Frankreich) die besten Heißluftballonpiloten der Welt,
darunter vier Mitglieder der Deutschen Nationalmannschaft, zur
15. Heißluftballon-Weltmeisterschaft.
Trotz
widriger Wetterumstände ist es den Veranstaltern gelungen,
7 Fahrten mit insgesamt 15 Aufgaben durchzuführen. Uwe
Schneider, (noch!) amtierender
Deutscher Meister, zweifacher Vize-Weltmeister und Europameister
von 1992, erwischte leider einen schlechten Start.
Neuer
Heißluftballon-Weltmeister wurde am Ende David Bareford
aus Großbritannien, der nach 1997 in Saga bereits
zum zweiten Mal den Titel holte, gefolgt von Steve Jones (USA)
und Jan Balkedal (Schweden). Titelverteidiger Bill Arras aus
den USA belegte Platz 10, Mathijs de Bruin, Wettbewerbsleiter
bei der DM 2002 in Warstein,
sicherte sich Rang 8.
Bester
Deutscher wurde Uwe Schneider aus Gießen mit einem hervorragenden
5. Platz. Der Jenaer Uwe Claussen erreichte Rang 33, Michael
Genz aus Wiehl schaffte es auf den 44. Platz, Peter Dankerl
auf den 52. Insgesamt waren 99 Piloten aus 35 Nationen am Start.
Andrea Reifenrath von den BSFO e.V. war als Observerin mit dabei.
Alle
Informationen rund um die WM 2002 einschließlich ausführlicher
Ergebnisdokumentation und Bildergallerie finden Sie auf der
offiziellen WM-Website unter www.2002worldsballoons.com.
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Gordon-Bennett-Race
2002
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Und
wieder Frankreich: Wie im vorigen Jahr in Warstein gewannen
auch dieses Jahr die Franzosen Vincent und Jean-Francois
Leys, "Team France I", das härteste Gasballon-Wettrennen
der Welt, das dieses Jahr bereits zum 46. Mal ausgetragen wurde.
Beim
Gordon-Bennett Rennen geht es allein darum, wer die längste
Strecke, gemessen als Luftlinie vom Startplatz zum Landeort,
zurückzulegen schafft. Mit einer atemberaubenden Fahrt
von Châtellerault in Frankreich, über den Golf von
Biscaya nach Spanien, raus auf den Atlantik, in 400 km Entfernung
zur sicheren Küste gen Süden, und schließlich
an der Südspitze Portuglas auf's Festland zurück,
gelang dem Siegerteam aus Frankreich eine Strecke, die mehr
als doppelt so lang war wie die der Zweitplazierten - Willi
Eimers und Bernd Landsmann aus Deutschland. Mit gut 1280 km
sicherte sich "France I" damit nach 2001 erneut den
Sieg, was zur Folge hat, dass das Gordon-Bennett-Rennen auch
im nächsten Jahr in Frankreich, also im Land der Titelverteidiger
gestartet wird.
Alle
Informationen zum 46. "Coupe Aéronautique Gordon
Bennett" 2002 finden Sie unter http://www.gordonbennett2002.org
oder auf der Website des DFSV.
DFSV-Webmaster Christian Michels war Mitglied der Wettkampfleitung
und zuständig für die Aktualisierungen der News +
Lifetrackings im Internet.
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| GP-Wertung
trotz schlechten Wetters |
| Robert
Meyknecht gewinnt MIMO 2002 - Berthold Mainz wird NRW-Landesmeister
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Wenig
optimistisch reisten am Samstag, den 28. April 2002, 29 Ballonteams
aus ganz Deutschland nach Telgte in Westfalen: Die Wetteraussichten
für das Wochenende, an dem die traditionelle "MIMO"
- und in diesem Jahr zusätzlich die NRW-Landesmeisterschaften
- ausgefahren werden sollten, waren ausgesprochen schlecht.
Den düsteren Prognosen zum Trotz harrten allerdings zunächst
alle Teilnehmer geduldig aus, da man alles daran setzen wollte,
wenigstens die mindestens notwendigen zwei Fahrten mit fünf
Aufgaben für die Grand-Prix-Wertung "ins Trockene"
zu bringen. Vor allem den vorangegangenen GP-Ausfällen
war es zu verdanken, daß bislang nur wenige Wettbewerber
ihre drei GP's beisammen hatten. Sowohl die WIM 2001 als auch
die für's Vorjahr geplante MIMO 2001 waren wegen Regen
bzw. MKS ausgefallen. Weder Samstag abend noch Sonntag war aber
an eine Ballonfahrt zu denken.
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MIMO
2002 -
Startvorbereitung zur Abendfahrt; im Vordergrund: M. Pieper,
BBWiehl (Start-Nr. 14)
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Das
Montag-Morgen-Briefing wurde dann bereits im Vorfeld abgesagt,
da die Aussichten wiederum sehr schlecht waren und sich alle
darauf freuten, einmal ausschlafen zu können. Da aber auch
die weiteren Vorhersagen schlecht waren, entschieden sich die
ersten Teams zur Abreise. "Wenn sogar die Holländer
abreisen, muß es wirklich windig werden!", wurde
der Aufbruch von Jan Fokken, NL, kommentiert. So war es denn
auch - Montagabend hieß es wie immer: No Start. Interessant
wurde es Dienstag früh: Auf dem Weg zum Briefing regnete
es, und die Pappeln bogen sich im Wind. Aber - schau an! - Wetterfrosch
Michael Noll prognostizierte ein kleines Wetterfenster im späteren
Vormittagsverlauf, mit einem "Windminimum" von 12kt.
Bodenwind und 15 - 20 kt. und mehr in Boeen zwischen 9 und 12
Uhr. Ballonwetter? Da schieden sich die Geister: Bereits vor
dem für eine Stunde später geplanten Zusatzbriefing
lagen die Marker der ersten fünf Teams auf dem Tisch der
Wettbewerbsleitung. Ein deutliches Zeichen: "Wir brauchen
die heute morgen bestimmt nicht mehr", war der Kommentar
der betroffenen Piloten.
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Beim
Zusatzbriefing wiederholte Met-Michael noch einmal seine Prognose:
Kein Niederschlag mehr und gute Sichten; die Böigkeit -
mit Spitzen um 15 kt. in "günstigen" und 20 oder
mehr kt. in ungünstigen Lagen - sollte aber bleiben. Eigentlich
immer noch kein Ballonwetter; doch die Wettbewerbsleitung unter
Werner Trippler wollte "mit aller Gewalt", wie es
schien, die GP-Wertung einfahren. Und so kam es: Auf den Startplatz,
und - zum Entsetzen einiger auch sehr erfahrener Piloten - "Grüne
Flagge", Start Frei! "Ich hatte eigentlich gehofft,
daß trotz grüner Flagge vielleicht einfach keiner
starten würde; dann hätte ich auch nicht fahren müssen.
Denn die Bedingungen waren nicht 'grenzwertig', wie es hieß,
sondern deutlich jenseits aller Grenzen...", ließ
ein Pilot der Nationalmannschaft verlauten, nachdem er - wie
14 weitere Wettbewerber - einen Start gewagt hatte.
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Neun
Piloten aber - darunter auch ich - ließen ihr Gerät
im Anhänger. Und damit war klar: Drei Aufgaben à
null Punkte - die Wertung ist im Eimer. Andererseits: War eine
Wertung überhaupt möglich, wenn (mit den bereits Abgereisten)
insgesamt 12 von 29, also mehr als ein Drittel der Wettbewerber
nicht teilnahmen? Die Antwortet lautete ja, wie später
zu erfahren war. Bleibt zu erwähnen, daß die Morgenfahrt
relativ glimpflich verlaufen ist; nur eine Hülle machte
eine unliebsame Bekanntschaft mit einer Eiche und mußte
umgehend nach Enningerloh zur Reparatur gebracht werden.
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Abends
fand dann tatsächlich auch noch eine zweite Fahrt statt,
so daß auch die noch nötigen zwei Aufgaben gefahren
werden konnten - diesmal unter ganz passablen Bedingungen. Oben
flott, aber sehr ruhig in Bodennähe. Allerdings war für
die Piloten, die morgens keinen Start gemacht hatten, nichts
mehr zu holen, da der Vorsprung der anderen Teilnehmer viel
zu groß war, als daß er mit zwei guten Wertungen
hätte aufgeholt werden können. So kam es denn auch,
daß einige der morgens nicht gestarteten Teams schon abgereist
waren.
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Die
Ballonsportfreunde Oberberg e.V. - vertreten durch das Team
Mirko Fridrici, Markus Tapper, Markus Kosbab, Dorina Seinsche
und Observerin Andrea Reifenrath - machten noch eine schöne
kurze Ballonfahrt; der Kampf um Ranglistenpunkte hatte sich
aber, wie gesagt, schon vor dem Start erledigt.
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Bleibt
zu erwähnen, daß die am Ende resultierende Werung
äußerst fragwürdig erschien, da sämtliche
"No Start"-Teilnehmer mit in die Wertung eingingen
und es so zu unglaubwürdigen Punktehäufungen auf den
vorderen Plätzen kam; darunter vier Teilnehmer mit einem
Schnitt über 800 Punkten. Sieger der MIMO wurde Robert
Meyknecht, bester Nordrhein-Westfale und damit NRW-Landesmeister
2002 wurde Berthold Mainz. Bemerkenswert ist außerdem
daß Ergebnis von Michael "Mike" Fürstner,
der nach dreimal null Punkten ("No Start" am Vormittag)
bei der Abendfahrt beide "Tausender" holte.
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Bleibt
zu erwähnen, daß die Gesamtwertung nachträglich
von Uwe Schneider korrigiert wurde. Sämtliche Teilnehmer,
die gar keinen Start gemacht haben, wurden aus der Wertung ausgeschlossen
- Pech für die, die abends nochmal gefahren sind!
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Die
korrigierte Fassung der Gesamtwertung der MIMO 2002 finden sie
in unseren Wettbewerbsergebnissen;
eine vollständige Übersicht über die Ergbnisse
der gesamten Veranstaltung sowie die Originalfassung der Endauswertung
hält der DFSV
für Sie bereit.
Mirko
Fridrici
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| Rekordversuche
2002 |
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Steve
Fossett plant erneuten Weltumrundungsversuch (Quelle: DFSV)
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Steve
Fossett gab in St. Louis bekannt, dass er auch dieses Jahr einen
neuen Versuch unternehmen wird, als erster die Erde alleine in
einem Ballon zu umrunden. Sein mittlerweiler sechster Anlauf wird
ab nächstem Monat startbereit sein.
Der
58 jährige Fossett wird mit seinem Ballon "Bud Light
Spirit of Freedom" wie bei seinem letzten Versuch von Australien
aus starten. Bei seiner letzten Fahrt wurde er durch schlechtes
Wetter zu einer vorzeitigen Landung in Brasilien gezwungen, nachdem
er über 12 Tage in der Luft war und damit einen neuen Solo-Dauerrekord
aufgestellt hatte.
Fossett
kann auf ein bewährtes Team zurückgreifen. Erneut wird
die Washington University in St. Louis das Kontrollzentrum für
die Ballonfahrt stellen.
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Mehr
Informationen zur geplanten Fahrt finden Sie unter: www.spiritoffreedom.com.
Mehr
über die vergangenen Versuche gibt's in unserem alten "SoloSpirit-Special"...
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"QinetiQ
1" - Prescot und Elson planen Höhenweltrekord im Ballon
(Quelle: DFSV)
Die
britischen Piloten Colin Prescot und Andy Elson planen einen neuen
Höhenweltrekord im Ballon aufzustellen. Prescot und Elson
hatten 1999 bereits versucht, die Erde als Erste im Ballon zu
umrunden, mussten Ihre Fahrt, die in Spanien gestartet war, vor
der Küste Japans abbrechen, da sie nicht mehr ausreichend
Treibstoff für eine erfolgreiche Umrundung hatten und auch
mit anderen technischen Problemen zu kämpfen hatten.

Mit
dem neuen Rekordversuch wollen die beiden Piloten einen mehr als
40 Jahre alten Rekord überbieten. Im Jahre 1961 stellten
die beiden Amerikaner Malcolm Ross und Vic Prather von der US
Navy im Rahmen von Forschungsaufstiegen den Rekord von 34.668
Metern (113.740 Fuß) auf, der bis heute ungebrochen ist.
Prescot und Elson werden mit ihrem heliumgefüllten Ballon
QinetiQ 1 versuchen, diesen Rekord zu brechen. Ihr Ballon, der
beim Start mit ca. 21.000 Kubikmetern Helium gefüllt und
dabei rund 380 Meter hoch sein wird, wird in dieser Höhe
auf ein Volumen von mehr als 1 Million Kubikmeter angewachsen
sein. Die beiden Piloten werden dabei in ihren russischen Raumanzügen
auf einer offenen Plattform sitzen und können bei dem rund
8 bis 12 stündigen Aufstieg live per Kamera verfolgt werden.
Der
Aufstieg wird wahrscheinlich zwischen Juli und September 2002
von Grossbritannien aus stattfinden. Unterstützt wird das
Vorhaben von der britischen Forschungseinrichtung QinetiQ.
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webmaster@ballonsportfreunde-oberberg.de
- Mirko Fridrici, September 2002
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