Eigentlich
ist das winterliche Oberallgäu viel zu schade zum QLW-Fahren.
Schließlich gibt's vor und über den Alpen rund um Sonthofen
genug zu erleben, so dass auch ohne Marker spannende Ballonfahrten
möglich sind.
Trotzdem haben wir - also "Pepsi" Kosbab, "VerVolker"
Nelles, "Ecki" Steinmüller, "Vorsitzender"
Horst Fridrici und ich - uns (mehr oder weniger ernsthaft) der
Wettbewerbsfahrerei hingegeben, und zwar mit unserem schönen,
bunten und leider viel zu dicken D-OWGM "Wingendorfer",
liebevoll auch "unser IVECO" genannt.
Bei
unserer Anreise am Montag, den 19.01., herrschte schönstes
Ballonwetter im und um's Illertal, und die Glücklichen,
die schon seit dem Wochenende vor Ort waren, kamen uns mit Ballon
im Hänger und fettem Grinsen auf dem Gesicht entgegen:
Die Beneidenswerten hatten die Chance für eine tolle Alpenfahrt
genutzt. Na und? Wir hatten auch eine schöne Fahrt - auf
der Autobahn nach Sonthofen, ganz ohne Straßenglätte
oder Sichtbehinderung durch Schneefall... :-(
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D-OWGM
"Wingendorfer"
vor dem Sonthofener Hausberg "Grünten"
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Tja,
und Dienstag (20.01.) morgen beim Briefing verkündete
uns Wetterfrosch Michael Noll: "Heute Schneeregen, Mittwoch
vielleicht 'ne Chance, und dann wahrscheinlich nur noch Schnee
oder Schneeregen..." Wow. Toll. Da haben wir den Tag
kurzerhad für den ersten Höhepunkt unserer Reise
genutzt: 230 ft GND, und zwar auf der Skiflugschanze "Heini
klopfer" in Oberstdorf. Immerhin!
Mittwoch
(21.01.): Immer noch alles sehr trüb; nur zwei mutige
Fiesta-Piloten liessen sich nicht lumpen und starteten vom
Sonthofener Startplatz zu einer Wolken- äh, Alpenüberquerung.
Na gut, in der Gegend kann man ja mal durch n'paar tausend
Fuss Wolkendecke steigen, da kommen ja keine Flugzeuge...
(Aber Hubschrauber, und zwar richtig (!) Große, wie
die Schar Schaulustiger auf dem Startplatz erleben durfte
:-)... Ach ja, für uns QLW-Willige gab's nach dem Generalbriefing
tatsächlich noch'n kleines Zusatzbriefing auf'm Feld
kurz vor Kempten. Aber umsonst.
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Volker
und Horst im Korb über dem Allgäu
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Donnerstag
(22.01.): Ballonwetter! Danke, oh Michael. Sogar gut für
Alpenüberquerungen war's! Und kaum hatte Veranstaltungsleiter
Ernst Bauer das verkündet und alle wichtigen meteorologischen,
ballönerischen und organisatorischen Fragen geklärt,
leerte sich das Briefingzentrum. Und leerte sich. Und... Übrig
blieben acht ärmliche QLW-Piloten, von ursprünglich
mal 15 angemeldeten; sieben hatten kurzerhand eine Alpentraverse
vorgezogen. Nun gut; nach ein bisserl hin und her haben wir
uns dann überzeugen lassen und sind trotzdem die Aufgaben
(eine schicke 5-fach-Kombination) noch angegangen. Und obwohl
der versprochene Südwind in Bodennähe nicht zu finden
war, hatte wir eigentlich 'ne ganz gute Strategie und einen
brauchbaren Startplatz für's FlyIn; sind dann hoch und
annähernd mittig über's Zielkreuz gefahren; haben
ein wenig lange diskutiert, wann denn mit 'nem 3300er der richtige
Zeitpunkt für den Abstieg wäre; und unseren Marker,
nach dem uns der Hang irgendwann wieder entlassen und an eine
Straße hat fahren lassen mit einer Ablage von 3 km abgesetzt.
Juchhuu! Abzüglich 400 Strafpunkte für zu späten
Start (da waren wir aber nicht die Einzigen!)... das macht...
'ne ganze Menge Punkte, wenn 7 von 15 Teilnehmern "no start"
wegen Alpenüberquerung bekommen! :-)
Dann
- Achtung! - erstmals eine "Box" im offiziellen Wettbwerb,
nur durch Logger auszuwerten. War aber leider nur 'ne andere
Form von MaximumDistance mit Wertungsgebiet, denn viel vor-und-zurück
bzw. hin-und-her fahren war nicht. Als nächstes haben wir
die Qual der Wahl-Ziele mal eben um ein paar Kilometer verpasst...
Und
dann: Ein blaues Loch in der Staubewölkung, unter der wir
uns bisher an den Nordhängen der Alpen (Gipfel in Wolken)
entlanggebummelt hatten (siehe Fotos, rechts). Also nix wie
hoch, und wenigstens 'nen ordentlichen Winkel fahren! Aber
kaum waren wir oben aus dem Dunst raus: Wow, was für ein
Panorama! Hinter uns sämtliche Alpengipfel im Sonnenschein.
Also Gucken, Staunen, Fotos, Freude. Und - unbemerkt - plötzlich
rund 20kt auf'm GPS. Da gehen 4-6 km Winkel schnell rum. Zu
schnell. Vergessen wir's - wenn man zum ersten mal in den Bergen
Ballon fährt, sollte man lieber geniessen, und nicht QLW
fahren. Ach, und der Vollständigkeit halber: Letzte Aufgabe
war eine MaximumDistance zum Kartenrand. Aber da waren wir nach
unserem laaangen Winkel eh schon. ;-)
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Oben:
Vorher...
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Oben
und unten: ...nachher!
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Freitag
(23.01.): Traumhaftes Winterwetter! Schnee, wolkenlos-blauer
Himmel, Berge. Und - gute Idee - nur eine 3-Fach-Aufgabe, für
die wir nur einen Marker brauchten. Und das ging so: Erst eine
MaximumDistance mit Wertungsgebiet (LoggerTrack zählte!).
Dann: Schon wieder eine Box (LoggerTrack zählte!). Die
wurde aber auch wieder nichts anderes als eine MaximumDistance
mit Wertungsgebiet - es war einfach kein Box-Wetter; zu wenig
Steuermöglichkeit. Zum Abschluss dann eine "klassische"
Qual der Wahl. Das hat sogar alles ganz gut geklappt, und so
konnten wir - trotz nun endlich 15 Startern! - unseren Schnitt
sogar noch etwas verbessern und einen Platz gut machen. Das
hieß für uns: Prost im "Adler" in Sonthofen.
Schön, die Kneipe; da waren wir an 4 von 5 Tagen (weil
Mi. Ruhetag ;-) ...
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Samstag
(24.01.): Nochmal ein wunderbarer Wintertag. Wieder Ballonfahren!
Diesmal gab's zuerst ein vorgegebenes Ziel, und zwar wiedermal
in Rettenberg gleich an der Brauerei (wie schon die beiden Tage
zuvor!). Da hat's den Offiziellen scheinbar besonders gut gefallen!
Als da waren: Werner "Kurzärmel" Trippler, "Lebensabschnittsteilzeitgefährtin"
(Zitat Werner!!!) Sigrid Ibes, Oberserverchef und EDV-Meister
Marcus Blaha, Sicherheit Klaus Hartmann inkl. Frau Marianne
sowie Sylvia und Mike Meinl. Danke für alles! Ach ja, das
vorgegebene Ziel: Da ich David S. aus R. nicht davon überzeugen
konnte, doch einfach mal abzusteigen und den Wind im Tal zu
testen, war ich zwangsläufig selbst der erste, der da hinunter
musste. Ging aber mittelgut haarschaf vorbei. Dann eine Qual
der Wahl, bei der wir dreimal das selbe Ziel angefahren sind
(was in den Bergen - bzw. den Tälern dazwischen - alles
möglich ist!). Haben uns aber immer wieder verkaspert;
also irgendwann: "Raus dat Markerding". Ging aber
auch noch. Und dann haben wir uns einen Winkel von immerhin
fast 167 Grad erkämpft! Und der einzige, der irgendwie
auch mit in unserer Gegend rumhampelte, war Adolf Kohl. Hm,
wo mag sein Marker gefallen sein? Egal, wir haben versucht und
versucht, dann irgendwann gemarkert - und für die vierte
Aufgabe des Tages (und damit die letzte im Wettbewerb) kein
Gas mehr gehabt! Sch... FlyOn. Aber der Wind war tatsächlich
viel schwächer als angedacht, und nach immerhin dreieinhalb
Stunden Fahrt ging uns die Puste aus (auch blöd - da hätte
man mal n'Vorteil mit 'nem dicken Ballon, und nutzt ihn nicht
richtig...). Es stellte sich aber schließlich heraus,
dass die meisten anderen Teilnehmer genau aus dem gleichen Grund
den Winkel zuvor "geknickt" hatten. Außer eben
Adolf; aber wie sich herausstellte, war unser Marker ganze 120m
"besser" auf die selbe Wiese gefallen. Nicht nur,
dass uns das wenigstens 'nen "Ehrentausender" gebracht
hat; immerhin konnten wir dem neuen "Bayerischen Meister",
wenn man so will, noch ganze 13 Punkte abluchsen.
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Gundolf
schleicht zum Ziel
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Adi
Kohl im D-OWUC
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Denn:
Adolf Kohl ist verdienter Sieger der 16. Paulaner Wintermontgolfiade
geworden. Herzlichen Glückwunsch! Vor allem, nachdem er
bei der ersten Fahrt echtes Pech hatte, "falschrum"
um den Sonthofener Hausberg "Grünten" gefahren
ist und um ein Haar spontan mit seiner Warsteiner-"Rennziege"
in die Alpen verduftet wär...! Mit Adolf auf'm Treppchen
standen:
Sven Göhler (2.) und Peter Hausmann (3.).
Alle
Ergebnisse wie gewohnt unter www.dfsv.de!
Zum
Abschluss gab's dann Samstag abends noch ein kleines "Feschtle"
mit Paulaner-Bier und Krustenbraten aus dem Hause Bauer; fein
fein. Und eines ist klar: Nächstes Jahr wieder Paulaner
Wintermontgolfiade - aber dann ohne QLW, dafür mit viiiel
Sauerstoff und vollständiger Alpennotausrüstung!
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Mehr
Bilder von der Paulaner Wintermontgolfiade 2004 finden Sie in
unserem Fotoalbum.
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