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Paulaner Wintermontgolfiade 2004
Die BSFO e.V. in Sonthofen vom 19.01. bis 25.01.2004
Eigentlich ist das winterliche Oberallgäu viel zu schade zum QLW-Fahren. Schließlich gibt's vor und über den Alpen rund um Sonthofen genug zu erleben, so dass auch ohne Marker spannende Ballonfahrten möglich sind.
Trotzdem haben wir - also "Pepsi" Kosbab, "VerVolker" Nelles, "Ecki" Steinmüller, "Vorsitzender" Horst Fridrici und ich - uns (mehr oder weniger ernsthaft) der Wettbewerbsfahrerei hingegeben, und zwar mit unserem schönen, bunten und leider viel zu dicken D-OWGM "Wingendorfer", liebevoll auch "unser IVECO" genannt.

Bei unserer Anreise am Montag, den 19.01., herrschte schönstes Ballonwetter im und um's Illertal, und die Glücklichen, die schon seit dem Wochenende vor Ort waren, kamen uns mit Ballon im Hänger und fettem Grinsen auf dem Gesicht entgegen: Die Beneidenswerten hatten die Chance für eine tolle Alpenfahrt genutzt. Na und? Wir hatten auch eine schöne Fahrt - auf der Autobahn nach Sonthofen, ganz ohne Straßenglätte oder Sichtbehinderung durch Schneefall... :-(

D-OWGM "Wingendorfer"
vor dem Sonthofener Hausberg "Grünten"
   

Tja, und Dienstag (20.01.) morgen beim Briefing verkündete uns Wetterfrosch Michael Noll: "Heute Schneeregen, Mittwoch vielleicht 'ne Chance, und dann wahrscheinlich nur noch Schnee oder Schneeregen..." Wow. Toll. Da haben wir den Tag kurzerhad für den ersten Höhepunkt unserer Reise genutzt: 230 ft GND, und zwar auf der Skiflugschanze "Heini klopfer" in Oberstdorf. Immerhin!

Mittwoch (21.01.): Immer noch alles sehr trüb; nur zwei mutige Fiesta-Piloten liessen sich nicht lumpen und starteten vom Sonthofener Startplatz zu einer Wolken- äh, Alpenüberquerung. Na gut, in der Gegend kann man ja mal durch n'paar tausend Fuss Wolkendecke steigen, da kommen ja keine Flugzeuge... (Aber Hubschrauber, und zwar richtig (!) Große, wie die Schar Schaulustiger auf dem Startplatz erleben durfte :-)... Ach ja, für uns QLW-Willige gab's nach dem Generalbriefing tatsächlich noch'n kleines Zusatzbriefing auf'm Feld kurz vor Kempten. Aber umsonst.

Volker und Horst im Korb über dem Allgäu
   

Donnerstag (22.01.): Ballonwetter! Danke, oh Michael. Sogar gut für Alpenüberquerungen war's! Und kaum hatte Veranstaltungsleiter Ernst Bauer das verkündet und alle wichtigen meteorologischen, ballönerischen und organisatorischen Fragen geklärt, leerte sich das Briefingzentrum. Und leerte sich. Und... Übrig blieben acht ärmliche QLW-Piloten, von ursprünglich mal 15 angemeldeten; sieben hatten kurzerhand eine Alpentraverse vorgezogen. Nun gut; nach ein bisserl hin und her haben wir uns dann überzeugen lassen und sind trotzdem die Aufgaben (eine schicke 5-fach-Kombination) noch angegangen. Und obwohl der versprochene Südwind in Bodennähe nicht zu finden war, hatte wir eigentlich 'ne ganz gute Strategie und einen brauchbaren Startplatz für's FlyIn; sind dann hoch und annähernd mittig über's Zielkreuz gefahren; haben ein wenig lange diskutiert, wann denn mit 'nem 3300er der richtige Zeitpunkt für den Abstieg wäre; und unseren Marker, nach dem uns der Hang irgendwann wieder entlassen und an eine Straße hat fahren lassen mit einer Ablage von 3 km abgesetzt. Juchhuu! Abzüglich 400 Strafpunkte für zu späten Start (da waren wir aber nicht die Einzigen!)... das macht... 'ne ganze Menge Punkte, wenn 7 von 15 Teilnehmern "no start" wegen Alpenüberquerung bekommen! :-)

Dann - Achtung! - erstmals eine "Box" im offiziellen Wettbwerb, nur durch Logger auszuwerten. War aber leider nur 'ne andere Form von MaximumDistance mit Wertungsgebiet, denn viel vor-und-zurück bzw. hin-und-her fahren war nicht. Als nächstes haben wir die Qual der Wahl-Ziele mal eben um ein paar Kilometer verpasst...

Und dann: Ein blaues Loch in der Staubewölkung, unter der wir uns bisher an den Nordhängen der Alpen (Gipfel in Wolken) entlanggebummelt hatten (siehe Fotos, rechts). Also nix wie hoch, und wenigstens 'nen ordentlichen Winkel fahren! Aber kaum waren wir oben aus dem Dunst raus: Wow, was für ein Panorama! Hinter uns sämtliche Alpengipfel im Sonnenschein. Also Gucken, Staunen, Fotos, Freude. Und - unbemerkt - plötzlich rund 20kt auf'm GPS. Da gehen 4-6 km Winkel schnell rum. Zu schnell. Vergessen wir's - wenn man zum ersten mal in den Bergen Ballon fährt, sollte man lieber geniessen, und nicht QLW fahren. Ach, und der Vollständigkeit halber: Letzte Aufgabe war eine MaximumDistance zum Kartenrand. Aber da waren wir nach unserem laaangen Winkel eh schon. ;-)

Oben: Vorher...
Oben und unten: ...nachher!
   

Freitag (23.01.): Traumhaftes Winterwetter! Schnee, wolkenlos-blauer Himmel, Berge. Und - gute Idee - nur eine 3-Fach-Aufgabe, für die wir nur einen Marker brauchten. Und das ging so: Erst eine MaximumDistance mit Wertungsgebiet (LoggerTrack zählte!). Dann: Schon wieder eine Box (LoggerTrack zählte!). Die wurde aber auch wieder nichts anderes als eine MaximumDistance mit Wertungsgebiet - es war einfach kein Box-Wetter; zu wenig Steuermöglichkeit. Zum Abschluss dann eine "klassische" Qual der Wahl. Das hat sogar alles ganz gut geklappt, und so konnten wir - trotz nun endlich 15 Startern! - unseren Schnitt sogar noch etwas verbessern und einen Platz gut machen. Das hieß für uns: Prost im "Adler" in Sonthofen. Schön, die Kneipe; da waren wir an 4 von 5 Tagen (weil Mi. Ruhetag ;-) ...
 

Samstag (24.01.): Nochmal ein wunderbarer Wintertag. Wieder Ballonfahren! Diesmal gab's zuerst ein vorgegebenes Ziel, und zwar wiedermal in Rettenberg gleich an der Brauerei (wie schon die beiden Tage zuvor!). Da hat's den Offiziellen scheinbar besonders gut gefallen! Als da waren: Werner "Kurzärmel" Trippler, "Lebensabschnittsteilzeitgefährtin" (Zitat Werner!!!) Sigrid Ibes, Oberserverchef und EDV-Meister Marcus Blaha, Sicherheit Klaus Hartmann inkl. Frau Marianne sowie Sylvia und Mike Meinl. Danke für alles! Ach ja, das vorgegebene Ziel: Da ich David S. aus R. nicht davon überzeugen konnte, doch einfach mal abzusteigen und den Wind im Tal zu testen, war ich zwangsläufig selbst der erste, der da hinunter musste. Ging aber mittelgut haarschaf vorbei. Dann eine Qual der Wahl, bei der wir dreimal das selbe Ziel angefahren sind (was in den Bergen - bzw. den Tälern dazwischen - alles möglich ist!). Haben uns aber immer wieder verkaspert; also irgendwann: "Raus dat Markerding". Ging aber auch noch. Und dann haben wir uns einen Winkel von immerhin fast 167 Grad erkämpft! Und der einzige, der irgendwie auch mit in unserer Gegend rumhampelte, war Adolf Kohl. Hm, wo mag sein Marker gefallen sein? Egal, wir haben versucht und versucht, dann irgendwann gemarkert - und für die vierte Aufgabe des Tages (und damit die letzte im Wettbewerb) kein Gas mehr gehabt! Sch... FlyOn. Aber der Wind war tatsächlich viel schwächer als angedacht, und nach immerhin dreieinhalb Stunden Fahrt ging uns die Puste aus (auch blöd - da hätte man mal n'Vorteil mit 'nem dicken Ballon, und nutzt ihn nicht richtig...). Es stellte sich aber schließlich heraus, dass die meisten anderen Teilnehmer genau aus dem gleichen Grund den Winkel zuvor "geknickt" hatten. Außer eben Adolf; aber wie sich herausstellte, war unser Marker ganze 120m "besser" auf die selbe Wiese gefallen. Nicht nur, dass uns das wenigstens 'nen "Ehrentausender" gebracht hat; immerhin konnten wir dem neuen "Bayerischen Meister", wenn man so will, noch ganze 13 Punkte abluchsen.

Gundolf schleicht zum Ziel
 
Adi Kohl im D-OWUC
   

Denn: Adolf Kohl ist verdienter Sieger der 16. Paulaner Wintermontgolfiade geworden. Herzlichen Glückwunsch! Vor allem, nachdem er bei der ersten Fahrt echtes Pech hatte, "falschrum" um den Sonthofener Hausberg "Grünten" gefahren ist und um ein Haar spontan mit seiner Warsteiner-"Rennziege" in die Alpen verduftet wär...! Mit Adolf auf'm Treppchen standen:
Sven Göhler (2.) und Peter Hausmann (3.).

Alle Ergebnisse wie gewohnt unter www.dfsv.de!

Zum Abschluss gab's dann Samstag abends noch ein kleines "Feschtle" mit Paulaner-Bier und Krustenbraten aus dem Hause Bauer; fein fein. Und eines ist klar: Nächstes Jahr wieder Paulaner Wintermontgolfiade - aber dann ohne QLW, dafür mit viiiel Sauerstoff und vollständiger Alpennotausrüstung!

   
Mehr Bilder von der Paulaner Wintermontgolfiade 2004 finden Sie in unserem Fotoalbum.
webmaster@ballonsportfreunde-oberberg.de  - Mirko Fridrici, Februar 2004